DS BRANDSCHUTZ - Schulung von Evakuierungs - und Brandschutzhelfern

Kohlenstoffdioxid – Fluch oder Segen?!?

Das Löschmittel Kohlendioxid (CO2) wird sowohl in stationären Löschanlagen wie auch in tragbaren und fahrbaren Feuerlöschern bereitgestellt. Bevorzugte Einsatzgebiete sind beispielsweise elektrische Betriebsräume, Serveranlagen und Laboratorien, da das Löschmittel CO2 rückstandsfrei
löscht. Die Eigenschaften von Kohlenstoffdioxid (CO2) sind einerseits Vorteilhaft,

da es keinerlei Rückstände vom Löschmittel nach einem Brand gibt, andererseits stellen sie eine große Gefahr für den Menschen dar. Kohlenstoffdioxid ist farblos, geruchlos und schwerer als Luft, es verdrängt den Sauerstoff und kann bei einem Löscheinsatz mit CO2-Feuerlöschgeräten in kleinen und engen Räumen lebensgefährlich sein. Beim Löschen kann durch das in Sekunden freigesetzte CO2-Volumen sehr schnell eine hohe Konzentration von CO2 in der Raumluft erreicht werden. Bereits ab 5 bis 8 Volumen-% CO2 in der Atemluft droht Erstickungsgefahr. Verstärkter Atemantrieb oder
Atemnot sind mögliche Warnzeichen. Bei kleinen Räumen muss das Löschen des Brandes von außen durch den geöffneten Türspalt erfolgen. Anschließend ist die Tür zu schließen. Der Brandraum darf danach nur noch nach wirksamen Belüftungsmaßnahmen oder geschützt mit umluftunabhängigem Atemschutzgerät betreten werden, z.B. durch die Feuerwehr.